Ärztegemeinschaft in Maikammer
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Die Chirotherapie ist einer der Schwerpunkte unserer Praxis. Alle Ärzte verfügen über eine entsprechende Weiterbildung. Im folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über die Geschichte, Vorgehensweisen und die Möglichkeiten der Chirotherapie geben.

Die häufigsten Gründe für das Aufsuchen eines Arztes heute in Deutschland sind Rücken- und Gelenkbeschwerden. Ein nicht unerheblicher Anteil davon sind funktionelle Störungen, welche auf Blockaden, Gelenkfunktionsstörungen oder Muskeldysbalancen zurückzuführen sind. Dies, und nicht nur dies allein, ist die Domäne der Chirotherapie.

Der Begriff Chirotherapie leitet sich von dem altgriechischen Wort Cheiros=Hand ab und bezeichnet bereits mit ihrem Namen das alleinige diagnostische Werkzeug des Therapeuten, die Hand. Diese Therapieform findet sich bereits seit Jahrtausenden als Bestandteil der Naturmedizin vieler Völker. Erwähnungen der Chirotherapie finden wir z.B. in der indischen Medizin, den Schriften des Hippokrates sowie im Mittelalter u.a. in den Aufzeichnungen von Hildegard von Bingen. Populärer wurde Sie im späten 19. Jahrhundert wieder in der Schweiz und den USA, den großen Durchbruch erlebte sie bei uns allerdings erst nach 1945, im wesentlichen geprägt durch die Arbeit von Dr. Karl Sell, welcher die Grundlagen unseres heutigen Handelns geschaffen hat. In den letzten Jahrzehnten wurden die Behandlungsrichtlinien ständig verbessert, mit intensiven Forschungen auch wissenschaftlich untermauert, sodass die Chirotherapie inzwischen eine voll anerkannte Behandlungsform ist.

Viele Patienten suchen Ihren Arzt auf, das er den „ausgerenkten Wirbel wieder einrenkt“. Wir wissen heute, dass diese funktionellen Störungen, wir sprechen hier von Blockierungen, nicht auf sogenannten ausgerenkten Wirbeln beruhen, sondern dass die Ursache eine Reflexstörung ist, welche durch die Reizung von bestimmten Nervenregionen der Wirbelsäule ausgehen und dies zu Fehlinformationen im Gehirn und zu Verkürzungen von Muskeleinheiten führt. Entsprechend breit ist das Bild dieser Störungen und deren Folgen, welche häufig nicht mehr mit den eigentlichen Ursachen in Zusammenhang gebracht werden.

Durch Blockierungen im Bereich der Halswirbelsäule können z.B. folgende Beschwerden auftreten:

- Kopf- und Gesichtsschmerzen
- Nackenschmerzen
- Armschmerzen
- Schwindel
- Hör- und Sehstörungen, zB auch Tinnitus
- Gedächtnis- und Konzentrationsbeschwerden
- Schlafstörungen, psychische Veränderungen

Beschwerden aus der Brustwirbelsäule und dortige Blockierungen können sich äußern in:

- Rücken- und Schulterschmerzen
- Herzschmerzen
- Atemstörungen
- Bauchschmerzen und Störungen im Magen und Verdauungstrakt

Im Bereich der Lendenwirbelsäule sowie des Steissbeines auftretende Blockierungen äußern sich oft in:

- Hüft- und Leistenbeschwerden
- Bein- und Knieschmerzen, inkl. Fussbeschwerden
- Beschwerden von Nieren, Blase und Prostata
- Unterleibsschmerzen
- Darmkrämpfe

Die Ursache von Blockierungen findet man häufig in akuten oder chronischen Fehlbelastungen, in Unfällen sowie durchaus aber auch in Erkrankungen innerer Organe.

Ein erfahrener Chirotherapeut erkennt das Vorliegen von Blockierungen zum einen durch oft sehr typische Schilderungsmuster über vorliegende Beschwerden durch den Patienten, zum anderen durch das Tasten sowie die Funktionsprüfungen der Wirbelsäule und der sonstigen Gelenke am Körper. Störungen des normalen Gelenkspiels geben weitere Hinweise, auch das Vorliegen eines tastbaren sogenannten Irritationspunktes im Bereich der Weichteile und dessen funktionelle Veränderung geben wichtige Hinweise für die Art der Blockierung sowie gleichzeitig auch deren Behandlungsmöglichkeiten.

Zur Behandlung, in der Chirotherapie spricht man von Mobilisation und Manipulation, sind als zentrale Punkte die korrekte Lagerung des Patienten, das Herstellen eines Tiefenkontaktes mit dem blockierten Wirbelbereich, eine diagnostische Probemobilisation und falls notwendig eine Manipulation zu nennen. Hierbei kann ein Knacken auftreten, welches durch das Lösen eines Vakuums entsteht.

Außerdem existieren in der Chirotherapie zur Behandlung von Muskelverspannungen, welche durch lange bestehende Blockierungen entstehen, etablierte Muskelenergietechniken, wobei hier sogenannte Triggerpunktbehandlungen der verspannten Muskulatur zum Einsatz kommen.

All diese Schritte korrekt durchgeführt machen aus der Chirotherapie eine sichere und nebenwirkungsarme Behandlungsform, welche kein Allheilmittel ist, aber bei vielen Erkrankungen sehr gute therapeutische Erfolge erzielen kann.

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